- Informationen aus dem Freiburger Bibliothekssystem -
Was verbirgt sich hinter "Drag and Drop"? "Drag and Drop" wird im IBM-Deutsch als "Ziehen und übergeben" übersetzt. Damit meint man, ein Objekt auf der Bildschirmarbeitsoberfläche mit der Maus anwählen, die rechte Maustaste drücken, gedrückt halten und das Objekt anschließend mit der Maus zu einem Zielobjekt ziehen. Dort wird die rechte Maustaste losgelassen, worauf das Objekt "übergeben" (drop) wird. Auf diese Weise können z.B. Dateien zum Drucker gegeben und somit ausgedruckt werden oder auch auf ein anderes Laufwerk kopiert werden usw.
Mit dieser Drag-and-Drop-Funktion im WebExplorer läßt sich nun die Verwaltung von URLs recht einfach und effizient organisieren. Zunächst erstellen Sie sich einen neuen Ordner auf der Arbeitsoberfläche. In diesem Ordner können Sie nun bei Bedarf wiederum beliebig viele "Unter"-Ordner erstellen, denen Sie z.B. fachbezogene Namen geben können: "Bibliotheken", "Musik", "Universitäten" usw. (Abb. 1).
Haben Sie auf dem WebExplorer gerade eine interessante Seite geladen, deren Adresse Sie speichern möchte, so gehen Sie mit der Maus auf irgendeinen Bereich dieser Seite (außer auf eine Graphik), drücken die rechte Maustaste und halten sie gedrückt. Nach ein paar Sekunden wird aus dem Mauspfeil ein transparentes URL-Symbol, das Sie nun auf einen Zielordner ziehen und dort übergeben können (Abb. 2 und Abb. 3). Den Namen des neuen URL-Symbols können Sie übrigens beliebig ändern (z.B. durch Drücken der ALT-Taste und anschließendem Mausklick auf den Namen des Symbols).
Möchten Sie eine URL aus dem Ordner später wieder laden, so geschieht dies ebenfalls per Drag and Drop, nur diesmal in die andere Richtung. Ist der WebExplorer noch nicht aktiviert, ziehen Sie das gewünschte URL-Symbol einfach auf das Symbol des WebExplorer-Programms. Der Explorer startet und lädt automatisch die gewünschte URL.
Arbeiten Sie schon mit dem WebExplorer und möchten nun eine bestimmte Seite aufrufen, ziehen Sie per Drag and Drop einfach das entsprechende URL-Symbol auf die Text-Seite des Explorers. Die gewählte Seite wird daraufhin geladen.
Haben Sie nun einige URL-Symbole in Ihrem URL-Ordner, beginnt dieser natürlich auch allmählich unübersichtlich zu werden. Doch keine Sorge! Ein Ordner muß ja nicht unbedingt immer in der Symbolanzeige öffnen, nur weil das die Standardeinstellung ist. Lassen Sie Ihren URL-Ordner doch standardmäßig in der Detailanzeige öffnen (Abb. 4). In der Detailanzeige werden die Objekte in einer Liste untereinander angezeigt. Diese Option können Sie durch eine Änderung der Einstellungen beim URL-Ordner erreichen (vergl. Sentilo Rieber: Kleiner OS/2-Kurs, 2. Teil. in: EXPRESSUM. 1995,11). Bei der Detailanzeige werden nun allerdings auch noch diverse andere Informationen - eben Details - angezeigt, die völlig unwichtig sind: z.B. Datum und Uhrzeit der Erstellung, Dateigröße, Objektklasse u. dgl. Die Anzeige dieser Details kann über die Einstellungsoptionen übrigens völlig ausgeblendet werden, so daß nur noch der Name und evtl. das Symbol übrigbleiben (Abb. 5).
Über die Option "Sortierfolge stets beibehalten" (Abb. 6) kann außerdem erreicht werden, daß die Liste immer alphabetisch sortiert angezeigt wird! Damit Sie diese Optionen nicht bei jedem neuen "Unter"-Ordner erneut einstellen müssen, empfiehlt es sich, einen vorhandenen Ordner mit den entsprechenden Einstellungen einfach zu kopieren und anschließend umzubenennen.
Durch das Erstellen von URL-Ordnern zusammen mit den entsprechenden Änderungen der Objekteinstellungen kann so allein schon mit der Grundfunktionalität von OS/2 ein recht nützliches und praktisches URL- Verwaltungssystem aufgebaut werden.
Übrigens können URL-Objekte per Drag and Drop auch bequem auf Disketten kopiert werden und so recht einfach auf einem anderen PC verfügbar gemacht werden. Das Abschreiben der z.T. recht langen URLs entfällt. Im Prinzip könnte somit sogar eine richtige kleine URL-Bibliothek erstellt werden.
Als kleiner Wermutstropfen bleibt zunächst nur, daß auf den meisten PCs in der UB noch nicht der WebExplorer in der dafür mindestens notwendigen Version 1.02 installiert ist!
(Thomas Argast)
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