- Informationen aus dem Freiburger Bibliothekssystem -
Das Stichwort Client-Server ist derzeit in aller Munde; diese Technik hat mittlerweile auch im Gebiet der Datenbankrecherchen Einzug gehalten. Sie ermöglicht hier für den Benutzer v.a. komfortableres Arbeiten vom eigenen PC aus und entlastet die Netze und den Datenbankserver.
Ein solches Konzept liegt auch dem neuen Angebot der Beilstein-Datenbank (organische Chemie) zugrunde, das jetzt aufgebaut wurde. Bisher bezog die Universität Freiburg diese Datenbank über den Anbieter STN, wo eine rein zeilenorientierte Suchoberfläche zur Verfügung stand.
Schon aufgrund der hohen Kosten für die Recherchen bei STN schlossen sich fünf baden-württembergische Universitäten - Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Hohenheim und Heidelberg - zusammen und organisierten den Aufbau eines landesweiten Angebots dieser wichtigen Datenbank. Sitz des Servers ist Freiburg, er wird vom Universitätsrechenzentrum im Rahmen des Dienstes InfoBase betreut.
Die hochkomplexe Datenbank des Beilstein-Instituts mit ca. 6,5 Mio. organischen Verbindungen stellt sich jetzt im Client- Server-Betrieb mit einer Windows-Oberfläche dar. Außer dem Fact Editor, in dem Verbindungen beispielsweise nach Eckdaten wie Registriernummer, Toxidität oder Reaktionstemperatur gesucht werden können, bietet der Structure Editor die Möglichkeit, auf dem Bildschirm grafisch eine Molekülstruktur zu bauen und die Datenbank nach dieser zu durchsuchen. Die Ergebnisse werden ebenfalls grafisch aufbereitet zurückgeliefert und enthalten, ähnlich wie WWW-Seiten, Links zu weiteren Informationen, die durch Mausklick zur Verfügung stehen. Das Abspeichern und ggf. Ausdrucken der Recherchen verläuft in einem Client-Server- Konzept denkbar einfach auf dem eigenen PC, als hätte man die ganze Zeit lokal gearbeitet.
Nach einer Testphase ist dieses neue Datenbankangebot nun für alle Mitglieder der Universität Freiburg verfügbar. Voraussetzung hierfür ist ein Zugang zum Datenbankdienst InfoBase, der bei der Benutzerberatung des Rechenzentrums beantragt werden kann, sowie ein Windows-fähiger PC, der über einen Netzanschluß via TCP/IP verfügt. Dann ist nur noch ein Stück Windows-Software zu installieren, und es kann losgehen.
Erste erfolgreiche Tests haben auch schon an den anderen beteiligten Universitäten stattgefunden. Der Zugriff über das Belwue auf den Freiburger Server ist schnell genug, um komfortabel arbeiten zu können, und so ist in Kürze auch der Start für den landesweiten Dienst zu erwarten.
Interessierte können sich mit Fragen zu diesem Angebot an Frau Reineke wenden (Rechenzentrum, Tel. 4617).
(aus: ANRUF, Uni-Rechenzentrum, M 9601/02)
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