Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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Anton Vögtle

(1910-1996)


Biographie

17.12.1910

geboren in Vilsingen (Hohenzollern)

1917-23

Kath. Volksschule Vilsingen

1923

Humanistisches Gymnasium und St. Fidelishaus (Erzbischöfl. Knabenkonvikt) in Sigmaringen

1930

Abitur

1930 

Studium der Kath. Theologie in Freiburg/Brsg.

1935

Promotion mit der Preisarbeit "Die Tugend und Lasterkataloge im Nenen Testament : Exegetisch, religions- und formgeschichtlich untersucht" bei Prof. Dr. Alfred Wikenhauser

22.03.1936

Priesterweihe in Freiburg

1936

Vikar in Heitersheim und Mannheim

1939

Studienaufenthalte in Bonn und Berlin

1940-1945 

Kriegspfarrer (ab 1941 bei der 25. Division)

1947

Pfarrverweser in Schlatt/Brsg. 

1949

Habilitation, Freiburg/Brsg. (Der Menschensohn : Ein Deutungsversuch der christologischen Offenbarung)  - Dozent

1950

Sonderstudium in Rom am Päpstlichen Bibelinstitut

1951

Professor für Neues Testament in Trier (SS 1951) 

1951

Professor für Neues Testament in Freiburg/Brsg. (ab WS 1951/52)

1958/59

Rektor

1965

Ruf nach Bonn (abgelehnt)

1966

Päpstlicher Hausprälat

1967

Päpstlicher Konsultor

1972

Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften als erster katholischer Exeget

1973-1985

Vorsitzender des Kath. Bibelwerks e.V.

1973

Ehrendomkapitular, Ehrenbürger in Vilsingen, Mitglied der Studiorum Novi Testamenti Societas als erster Katholik

1979

Emeritierung

1981

Ehrendomherr

17.03.1996

gestorben in Freiburg/Brsg.

22.03.1996

beigesetzt in Vilsingen (Hohenzollern)


Der Weg der katholischen Exegese nach dem Zweiten Weltkrieg ist ohne die Arbeit Anton Vögtles nicht zu denken. Die katholische Bibelwissenschaft verdankt ihm zu einem guten Teil, daß sie zu einem gleichberechtigten Partner der evangelischen neutestamentlichen Wissenschaft herangewachsen ist.
Anton Vögtle stellte in seinem Schaffen unnachgiebig die von Zeit und Gesellschaft aufgegebenen Fragen und suchte nach Antworten aus der Schrift. Zu fast allen wichtigen Themen der neutestamentlichen Exegese hat er bedeutende Beiträge geliefert. Hervorzuheben sind die vielfältigen Arbeiten zum historischen Jesus (etwa zu den Kindheits- und zu den Wundergeschichten, zum Selbstverständnis Jesu und zu seinem Todesverständnis, zur Problematik der Kirchenstiftung), zur Auferstehung Jesu, zum Amtsverständnis, zur Geschichte der Urgemeinde und zur Apokalyptik. Krönung seines Schaffens sind die beiden 1994 erschienenen Arbeiten: Der Kommentar zum Judas- und Zweiten Petrusbrief und die Quaestio Disputata "Die 'Gretchenfrage' des Menschensohnproblems. Bilanz und Perspektive". Letztere Studie bietet die Summe seiner jahrzehntelangen Forschungen zum Menschensohnproblem (vgl. Nachruf von Ingo Broer, Bibliographie).


Bibliographie Anton Vögtle

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