Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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Das PDF-Format

Die Abkürzung PDF steht für "Portable Document Format" (Portables Dokumentenformat). PDF wurde von der Firma Adobe® entwickelt mit dem Ziel ein Dateiformat zu schaffen, mit dem es möglich ist, elektronische Dokumente unabhängig von einem bestimmten Textverarbeitungsprogramm und/oder einem Betriebssystem originalgetreu zu nutzen. Das bedeutet, daß ein Leser einer PDF-Datei das Dokument immer in der Form betrachten und ausdrucken kann, die der Autor festgelegt hat. Dabei spielt es keine Rolle, mit welchem Textverarbeitungsprogramm der Autor das Dokument ursprünglich erstellt hat. Die typischen Konvertierungsprobleme (veränderter Seitenumbruch, falsche Schriftarten u. ä.) einer Textdatei zwischen den verschiedenen auf dem Markt befindlichen Textverarbeitungsprogamme entfallen.

Neben reinem Text kann eine PDF-Datei auch "technische Informationen" enthalten, die beispielsweise die Navigation innerhalb eines Dokumentes erleichtern, wie z.B. Sprungmarken von einer Textstelle zu einer anderen, anklickbare Inhaltsverzeichnisse, miniaturisierte Seitenvorschauen usw.

Das PDF-Format ist mittlerweile ein weit verbreiteter Standard, der auch von vielen elektronischen Zeitschriften (E-Journals) genutzt wird. Da es ein offener Standard ist, gibt es auf dem Markt inzwischen auch zahlreiche Software-Produkte, die PDF-Dateien erzeugen können.


PDF/A: Die Norm für die Langzeitarchivierung

In eine PDF-Datei können neben Audio- und Videoinhalte auch Formularfelder, Flash-Inhalte und Scriptsprachen eingebunden werden. Diese Inhalte bereiten im Hinblick auf die Langzeitarchivierung von Dokumenten (z.B. durch die Deutsche Nationalbibliothek) jedoch Probleme, da man nicht weiß, ob solche Formate in einigen Jahrzehnten noch lesbar sind.

Für die Langzeitarchivierung wurde deshalb ein PDF-Unterformat (PDF/A) mit strengeren Regeln definiert, das im September 2005 von der ISO offiziell zum internationalen Standard für die Langzeitarchivierung anerkannt worden ist.

PDF/A stellt somit erheblich strengere Vorgaben an eine PDF-Datei in Bezug auf Vollständigkeit der Daten (z.B. Schrifteinbettung, Metadaten), Eindeutigkeit (z.B. Farbdarstellung, Schriftarten), Zugänglichkeit (so sind z.B. keine Verschlüsselungen zum Schutz der PDF möglich), Funktionen (keine kontextabhängigen Aufrufe, kein JavaScript, keine eingebetteten Audio- und Videoinhalte) und Verwendung patentrechtlicher Verfahren bei der Komprimierung (kein LZW-Algorithmus).

Nähere Informationen zu PDF/A finden Sie auch auf den Webseiten des PDF/A Competence Centers

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