Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Direktzugriff

Digitale Sonderdrucke Freiburger Professoren und Dozenten

Das Ziel

Die Universitätsbibliothek Freiburg sammelt seit langem Sonderdrucke von den an der Universität Lehrenden. Dieser Sonderdruckdienst erlaubt einen schnelle Übersicht und einen schnellen Zugriff auf die nicht-monographischen Publikationen Freiburger Professoren und Dozenten. Im digitalen Zeitalter liegt es nahe, die Zugriffsmöglichkeiten durch ein Angebot digital(isiert)er Sonderdrucke zu ergänzen und zu ersetzen.
Das erlaubt den Zugriff von jedem vernetzten Arbeitsplatz aus, ggf. direkt aus dem Online-Katalog, in dem ja alle auf dem Freiburger Dokumentenserver (FreiDok) veröffentlichten Texte nachgewiesen sind.
Die digitale Publikation ermöglicht zudem die Volltextrecherche im Text nicht nur des einzelnen Dokumentes - damit später einmal im gesamten so entstandenen „Forschungspool“ der Universität! Schließlich lassen sich auf diese Weise etwa wesentliche Teile digitaler Semesterapparate zusammenstellen. Und damit wäre eine große Qualitätsverbesserung dieses auf die eigene Universität bezogenen Angebots für Forschung, Lehre und Studium gegeben.
Bei der neuen Publikation in digitaler Form ist es natürlich auch möglich - ohne die gleich zu erläuternde Forderung nach Identität mit der Originalpublikation und damit die Zitierfähigkeit zu gefährden -, Anhänge mit weiterführenden Hinweisen, ggf. auch mit Korrekturen beizugeben. Diese neue Publikationsmöglichkeit ist natürlich nicht auf Sonderdrucke im engen und technischen Sinne beschränkt. Auch andere Kleinschriften - vor allem etwa Vortragspublikationen - lassen sich auf diese Weise veröffentlichen.


Urheberrechtliche Voraussetzungen

Nach § 38 UrhG sind Zeitschriftenaufsätze - wenn nicht ausdrücklich anderes vereinbart ist - nach einem Jahr für den Urheber wieder verfügbar, Beiträge zu nicht periodischen Sammlungen, für deren Überlassung dem Urheber kein Anspruch auf Vergütung zustand - was bei Festschriften ja im allgemeinen der Fall ist - desgleichen.
Damit ist ein großer Teil dieser Materialien urheberrechtlich unproblematisch - zumindest in den Geisteswissenschaften. Ob dies auch für die naturwissenschaftlichen Zeitschriftenverlage gilt, ist konkret den abgeschlossenen
Verträgen entnehmen.


Technische Voraussetzungen

Von der gestaltungstechnischen Seite her ist es wichtig, daß die digitalisierten Sonderdrucke zitierfähig bleiben. Schriftauszeichnungen (Kursive etc.) und Seitenumbruch müssen also mit dem Original übereinstimmen.
In Fällen, wo von der Datei direkt der Ausdruck vorgenommen wurde, ist die Sache am einfachsten.
Ein solches Beispiel ist http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/320/
Es handelt sich um einen Aufsatz des emeritierten Freiburger Professors der Patrologie und Alten Kirchengeschichte Karl Suso FRANK: Der verhüllte Glanz : 2 Kor 3,14-16 bei den Kirchenvätern.
Die originale Druck-Datei stand in diesem Fall zur Verfügung.

Wo die Originaldruckdatei nicht vorhanden ist, aber die ursprüngliche elektronische Textvorlage, wie sie dem Verlag zur Verfügung gestellt wurde, zur vorhanden ist, läßt sich zumeist leicht eine zitierfähige Version herstellen.

Der Seitenumbruch ist dann nach dem Verlagsprodukt vorzunehmen (kleine Unschönheiten bei am Seitenende nicht ausschließenden Zeilen kann man in Kauf nehmen). Der Text ist ggf. noch zu kontrollieren, damit nicht nachträgliche,
bei der Drucklegung vorgenommene Änderungen übersehen werden. Ein Beispiel dafür ist Frank-Rutger HAUSMANN:
Literatur und Kunst um die Jahrhundertwende - Gabriele D‘Annunzio und die bildende Kunst

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/352/

Bei nur gedruckt vorliegenden älteren Texten ist der Transferierungsaufwand natürlich noch höher. Es gibt die Möglichkeit, mit einer Texterkennungssoftware zu arbeiten und die Datei neu aufzubauen.

Eine andere, einfachere Möglichkeit ist es, das „Paper-Capture“-Programm von Adobe zu benutzen. Mit dem Programm kann eine importierte gescannte Seite über Texterkennung automatisch für die Ermöglichung der Volltextrecherche im Hintergrund aufbereitet werden. Dies geschieht allerdings in rudimentärerer Form als bei der Arbeit mit üblicher Texterkennungssoftware. Für die Wortsuche sind die Ergebnisse aber im allgemeinen akzeptabel.


Durchführung

Gehen wir aber zunächst einmal von einer Datei aus, die in einem Textverarbeitungsformat vorliegt. Sie muß in das Format pdf transferiert werden, wie es auch bei den elektronisch abgegebenen Dissertationen der Fall ist.
Technische Hilfe bietet das FreiDok-Team der Universitätsbibliothek an. Genaueres findet man im Hilfe-Bereich von FreiDok.
Damit die exakten bibliographischen Angaben der Originalveröffentlichung für Zitat- und Recherchezwecke leicht greifbar sind, wird vorgeschlagen, jede Sonderdruckpublikation mit einem Vorblatt zu versehen, das diese Angaben enthält. Eine Musterdatei ist unter http://www.freidok.uni-freiburg.de/doku/sd-muster.php in den Formaten
WORD (*.doc) und RTF zugänglich. Alternativen der Gestaltung, die den bibliographischen Anforderungen genügen, sind möglich. Das Einbringen der Texte auf den FreiDok-Server ist von jedem vernetzten Arbeitsplatz aus möglich und nicht besonders kompliziert. Der Einstiegs-Punkt „Veröffentlichen“ auf der FreiDok Seite gibt alle notwendigen Informationen.


Publikationserlaubnis

Die Publikationserlaubnis muß der Autor der Universitätsbibliothek auf dem entsprechenden Formular des Veröffentlichungsvertrags erteilen. Bei Professoren der Universität Freiburg ist es sinnvoll, diesen Vertrag nicht für jeden einzelnen Sonderdruck auszufüllen, sondern ein vereinfachtes Verfahren zu wählen, bei dem ggf. der Vertrag durch eine einfache briefliche Notiz ergänzt wird. Die Universitätsbibliothek gibt gerne Auskunft.


Ansprechpartner

Fragen zum Ablauf, zu Verträgen per Mail an: freidok(at)ub.uni-freiburg.de
Technische Fragen zu PDF-Erstellung: Herr Argast
Fragen zur Digitalisierung: Herr Rau


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