Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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Im Fokus: Andachtsbücher um 1500

Anleitung zur Andacht durch Anschauung, Verehrung und Nachempfindung mittels Bild prägen die spätmittelalterliche Frömmigkeitspraxis. Die neuen Buch- und Bilddruckverfahren um 1500 lassen nun Texte und Bilder zur Andacht leichter und individueller verfügbar werden. Gedruckte Bildfolgen  – vor allem zur Passion Christi – ebenso wie mit Holzschnitten reich illustrierte Gebetbücher  finden daher schnell Verbreitung. Sie sind heute nicht nur wichtige Zeugnisse dieser Frömmigkeitspraxis, sondern für die Zeit um 1500 auch Beispiele populärer Bildgebung unter Nutzung der neuen druckgraphischen Techniken.

Die Universitätsbibliothek Freiburg besitzt zahlreiche Andachtsbücher in Originalausgaben des ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jahrhunderts. Sie stammen überwiegend aus Nürnberger und oberrheinischen Werkstätten mit Holzschnitten und Holzschnittfolgen von Michael Wolgemut, Wilhelm Plydenwurff, Hans Schäufelin, Hans Baldung gen. Grien, Urs Graf, Hans Springinklee,  Erhard Schön, Hans Burgkmair u. a.  und sind herausragende Beispiele früher Buchdruckkunst und Buchillustration.  Einige dieser Werke liegen inzwischen in digitalen Ausgaben vor, darunter die vier hier ausgewählten Straßburger und Augsburger Drucke mit handkolorierten Holzschnittfolgen:









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