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Die Kartensammlung der historischen Klosterbibliothek St. Peter gehört zu den Beständen, die im Zuge der Säkularisation des Klosters 1806 in die Universitätsbibliothek Freiburg gelangten. Von dieser im 18. Jahrhundert zusammengetragenen Sammlung blieben so 850 Kupferstichkarten erhalten, und dank ihrer Bindung zu Großfolianten seit 1771-1773 konnte auch ihre systematische Ordnung bewahrt werden. In St. Peter hatten die Bände ihren Platz in einem eigenen, noch erhaltenen Kartenschrank im Zentrum des barocken Bibliothekssaals. Die Kartensammlung und ebenso zwei in St. Peter angefertigte Globen zeugen bis heute vom besonderen Stellenwert geographischen Wissens in Kloster und Klosterschule.
Im Rahmen der Projekte Virtuelle Bibliothek St. Peter und LEO-BW wurde die erhaltene Kartensammlung nun vollständig digitalisiert; die Einzelkarten und ihre digitale Ausgaben sind zudem über den OPAC Freiburg recherchierbar. Eine ausführliche Beschreibung der Sammlung hat Ruthardt Oehme vorgelegt:
Ruthardt Oehme: Die Kartensammlung von St. Peter, in: Unfreiwillige Förderung, Abt Philipp Jakob Steyrer und die Universitätsbibliothek Freiburg ... / hrsg. von Albert Raffelt, 2., erg. u. korr. Aufl., Freiburg 2002, S. 126-157.
In der Sommerzeit ist die Kartensammlung im Fokus aber auch eine Einladung, im Geiste auf Reisen zu gehen und Länder, Welten und vergangene Zeiten neu zu entdecken:
Angela Karasch



