Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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Open Access


Open Access beschreibt das Ziel, Wissen und Information in digitaler Form für den Nutzer ohne finanzielle, technische oder rechtliche Barrieren zugänglich und nachnutzbar zu machen. In der Umsetzung fokussiert Open Access den freien Zugang zu qualitätsgesicherten Textpublikationen und anderen digitalen Objekten wie z. B. Forschungsdaten, die im Rahmen der öffentlich geförderten Forschung entstehen. Open Access wird in zwei komplementären Strategien umgesetzt: dem Goldenen Weg und dem Grünen Weg.

Open Access hat sich in den letzten Jahren in Abhängigkeit der Disziplinen unterschiedlich entwickelt: Während Open Access in den Naturwissenschaften deutlich an Bedeutung gewinnt, gibt es insbesondere in den Geisteswissenschaften noch viele Vorbehalte. Herausforderung ist es, die Vorteile von Open Access für die differenzierten Publikationskulturen in den jeweiligen Disziplinen herauszustellen.

Serviceorientierte und nutzerfreundliche Dienste und Infrastrukturen können die Akzeptanz von Open Access fördern. In diesem Sinne unterstützen die Partnerorganisationen in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen Open Access auf vielfältige Weise.

Vorteile des Open Access:

  • Erhöhte Sichtbarkeit
  • Schneller, für die Nutzer entgeltfreier Zugang
  • Gute Auffindbarkeit über Suchmaschinen und Nachweisdienste
  • Förderung der internationalen und interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Freier Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen
  • Beschleunigte Kommunikation und Diskussion von Forschungsergebnissen

 

Der Goldene Weg

Unter dem Goldenen Weg des Open Access wird die Erstveröffentlichung von wissenschaftlichen Beiträgen in einem elektronischen Medium, z. B. einer Zeitschrift, die gemäß einem Open-Access-Geschäftsmodell organisiert ist, verstanden. Open-Access-Publikationen unterliegen den gleichen Maßstäben der Qualitätssicherung wie traditionelle Publikationen.

Die Geschäftsmodelle des Goldenen Weges verlagern die Finanzierung: Forschungsorganisationen und Förderer stellen Mittel bereit, um die Publikationen bereits bei der Veröffentlichung im Rahmen sogenannter Publikationsgebühren zu finanzieren. Eine Vielzahl von Open-Access-Zeitschriften wird als Teil der wissenschaftlichen Aktivitäten einzelner Organisationen herausgegeben und finanziert. Bei diesen Zeitschriften werden meist keine Publikationsgebühren erhoben. So fördert der Goldene Weg die perspektivische Entkoppelung des Informationsbedarfs von finanziellen Etatzwängen des Rezipienten.

Viele Wissenschaftsverlage betreiben sogenannte hybride Open-Access-Modelle: Bei der Publikation in einer subskriptionspflichtigen und somit nicht frei zugänglichen Zeitschrift kann ein einzelner Artikel durch Zahlung einer zusätzlichen Publikationsgebühr Open Access publiziert werden.


Der Grüne Weg

Der Grüne Weg widmet sich der Bereitstellung bereits erschienener Verlagspublikationen und anderer digitaler Objekte in Repositorien (frei zugänglichen Datenbanken). Unterschieden wird zwischen institutionellen und disziplinären Repositorien. Während institutionelle Repositorien die wissenschaftlichen Aktivitäten einzelner Institutionen abbilden, dienen disziplinäre zur Speicherung von Veröffentlichungen einer gesamten Disziplin. Institutionelle Repositorien unterstützen die Sichtbarkeit der Forschung unter der „Marke“ einer Institution.

Die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftsverlage gestattet eine zeitverzögerte Publikation der Autorenversion eines Artikels in Repositorien.


[Quelle: "Open Access : Positionen, Prozesse, Perspektiven" / hrsg. von der Arbeitsgruppe Open Access in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. 2009.
Lizenziert unter einem Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenzvertrag
http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/ ]


Open-Access-Resolution der Universität Freiburg

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat am 31.3.2010  eine Open-Access-Resolution beschlossen.


Der Open-Access-Publikationsfonds


Die DFG stellt der Universität Freiburg im Rahmen des Förderprogramms "Open Access Publizieren" zur Einrichtung eines Open-Access-Publikationsfonds Mittel zur Verfügung. Wenn Sie Ihre Arbeit in einer Open-Access-Zeitschrift publizieren wollen, können aus diesen Mitteln auf Antrag die Publikationskosten übernommen werden. » mehr


Weiterführende Informationen zu Open Access


Download Informationsbroschüre



Broschüre "Open Access: Open-Access-Publikationsfonds der Universität / Elektronisch publizieren" (PDF: 1,7 MB)

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