Digitalisierung neuzeitlicher Handschriften

Die UB Freiburg digitalisiert ihre Handschriften des 16. bis 20. Jahrhunderts.

Über das Projekt

Die UB Freiburg wird ihren Bestand neuzeitlicher Handschriften künftig in größerem Umfang der Wissenschaft und Öffentlichkeit für Fragestellungen der Landes-, Stadt- und Universitätsgeschichte in zeitgemäßer Weise online bereitstellen. Aus der reichen, 598 Signaturen umfassenden Sammlung neuzeitlicher Manuskripte des 16. bis 20. Jahrhunderts sind bisher lediglich 88 Dokumente digitalisiert worden. Für das Projekt wurden weitere 120 Handschriftensignaturen im Umfang von etwa 50.000 Seiten für die Digitalisierung ausgewählt.

Die Sammlung setzt sich aus Universitätsliteratur, Säkularisationsgut sowie Schenkungen und Erwerbungen zusammen. Es handelt sich hauptsächlich um deutsche und lateinische Codices. Darüber hinaus sind englische, griechische, französische, italienische, spanische und portugiesische Manuskripte vertreten. Die landes- und stadtgeschichtliche Relevanz wird an unterschiedlichen Fächern, Themen und Textsorten deutlich, beispielsweise: Theologie, Jurisprudenz, Medizin, Historiografie, Religion, Klosterwesen, Geografie und Militär, Vorlesungsnachschriften, Stammbücher, Dissertationen.

Der Entstehungsraum der Handschriften erstreckt sich von der Hauptstadt Vorderösterreichs Freiburg bis weit über den Schwarzwald  hinaus. Unter den bedeutenden klösterlichen Provenienzen ragen insbesondere das Jesuitenkolleg und das Dominikanerkloster Freiburg, das Jesuitenkolleg Rottenburg, die Benediktinerklöster St. Georgen und St. Peter auf dem Schwarzwald oder das Augustinerchorherrenstift Waldsee hervor. Zu den neuzeitlichen Handschriften zählen Schenkungen aus den Nachlässen des Philologen Franz Karl Grieshaber (1798-1866) und des Theologen und Orientalisten Johann Leonhard Hug (1765-1846). Beide hatten ihre langjährige Wirkungsstätte in Freiburg.

Die neuzeitlichen Handschriften der UB erzählen lebendig nicht nur die „große Geschichte“, sondern auch die vielen „kleinen Geschichten“ aus dem deutschen Südwesten, dem heutigen Land Baden-Württemberg, der Stadt Freiburg und ihrer Universität vom 16. bis 20. Jahrhundert.

Der Nachweis der Digitalisate erfolgt über sämtliche relevante Datenbanken, Kulturportale und Digitale Bibliotheken.

Förderung

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg

Projektzeitraum

01.01.2026 – 31.12.2026

University of Freiburg

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