NS-Raubgut in den Beständen der UB Freiburg

Eine systematische Untersuchung von Beständen der Universitätsbibliothek und des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene

Über das Projekt

Die UB Freiburg führt ihr erstes systematisches Forschungsprojekt zur Aufklärung von NS‑verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut (NS‑Raubgut) durch. Im Mittelpunkt stehen rund 40.500 Bände aus den zentralen Beständen der UB sowie aus der Spezialbibliothek des IGPP. Ziel ist es, die Herkunft, die Erwerbungswege und mögliche Restitutionsansprüche etwaiger Verdachtsbestände zu ermitteln und öffentlich zu dokumentieren. Hiermit sieht sich die Universitätsbibliothek den Washingtoner Prinzipien (1998) und der Gemeinsamen Erklärung (1999) verpflichtet.

Das Projekt und seine Ergebnisse werden in der Provenienz‑Datenbank Lost Art sowie in der Forschungsdatenbank Proveana des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in geeigneter Weise dokumentiert und der Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Projekt schließt die Forschungslücke, die nach den NS‑Raubgut‑Studien der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart und der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe sowie der UB Heidelberg und UB Mannheim in Baden‑Württemberg besteht. An der UB Freiburg wurde bereits im Sommersemester 2023 ein Seminar zur Provenienzforschung in Kooperation mit dem Historischen Seminar durchgeführt, aus dem erste methodische Ansätze und Erkenntnisse für das aktuelle Projekt hervorgegangen sind.

Förderung

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste (DZK)

Projektpartner

Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) Freiburg

Projektzeitraum

01.12.2025 – 30.11.2027

University of Freiburg

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