Universität Freiburg

Digitale Infrastrukturen

Wir entwickeln und betreiben nachhaltige informationstechnische Infrastrukturen und zentrale Repositorien für die Forschung. Dabei agieren wir in Kooperation mit anderen universitären Einrichtungen (z. B. Rechenzentrum, Central Data Facility, Digital Humanities Lab) und dem Galaxy Projekt.

Einrichtung und Bereitstellung von Forschungsportalen

Wir unterstützen Wissenschaftler*innen mit der Einrichtung von Forschungsportalen für das kollaborative Arbeiten und das wissenschaftliche Kommunizieren insbesondere im Sinne der Open-Science-Policy der Universität Freiburg. Diese technischen Infrastrukturen entwickeln wir individuell abgestimmt auf das Forschungsvorhaben. Dabei orientieren wir uns an internationalen Standards für Datenformate, Schnittstellen sowie den FAIR  und Open Science Prinzipien. So unterstützen wir die Mitglieder der Universität dabei, Forschungsergebnisse und -daten sicher zu speichern, zu teilen und langfristig zugänglich zu machen.

Online-Portal heroicum.net

Heroicum.net ist das interaktive Online-Portal des SFB 948 „Helden, Heroisierungen, Heroismen“, das durch die Universitätsbibliothek Freiburg entwickelt und bereitgestellt wird. Die Forschungsergebnisse des Projekts sind multimedial und interaktiv aufbereitet. Darüber hinaus ermöglicht das Portal die kollaborative Zusammenarbeit der beteiligten Wissenschaftler*innen und bietet integrierte Werkzeuge zur (Metadaten )Erschließung, Visualisierung und Veröffentlichung der Forschungsergebnisse.

Heroicum.net

Informationsinfrastruktur des Sonderforschungsbereichs „Muße“

Die Universitätsbibliothek entwickelte gemeinsam mit dem Rechenzentrum eine Informationsinfrastruktur des Sonderforschungsbereichs 1015 „Muße“. Diese Forschungsumgebung ermöglichte es, alle Arbeitsschritte zur Recherche, Analyse und Datentransformation zu integrieren und die Kommunikation und kollaborativen Arbeitsweisen der Wissenschaftler*innen effizient zu gestalten. Die Plattform enthält ein Repositorium zur Sicherung und langfristigen Archivierung der Forschungsergebnisse.

https://www.sfb1015.uni-freiburg.de/ 
https://www.ub.uni-freiburg.de/ihre-ub/kooperationen-und-projekte/inf-projekt-sfb-1015/

Tambora

Für das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt Tambora entwickelte die UB Freiburg in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern eine offene Forschungsumgebung für die kollaborative Auswertung von Klimadaten aus historischen Quellen. Ziel des Projekts war die Rekonstruktion von klimatischen und umweltgeschichtlichen Ereignissen. Das Portal tambora.org umfasst eine Datenbank mit Originalzitaten, bibliographischen Informationen, extrahierten Orts- und Zeitangaben und klimatischen Kodierungen sowie eine Visualisierungstoolbox.

https://www.tambora.org
https://www.ub.uni-freiburg.de/ihre-ub/kooperationen-und-projekte/tambora/

Entwicklung und Hosting digitaler Editionen

Digitale Editionen erschließen historische Texte, Briefe, Manuskripte und weitere Quellen durch strukturierte Kodierung, maschinenlesbare Verknüpfungen und durchsuchbare Datenmodelle. Wir setzen dabei konsequent auf etablierte Standards wie TEI XML für die Inhaltskodierung, IIIF für die Bilddarstellung und Linked Data für die Anreicherung mit normierten Entitäten (z. B. aus der Gemeinsamen Normdatei, GND).

Making Mysticism

Das Projekt „Making Mysticism“ untersuchte am Beispiel des überlieferten Bibliothekskatalogs der Erfurter Kartause, wie sich der Mystik-Begriff als bibliothekarisches Ordnungsprinzip im späten Mittelalter entwickelte. Die Universitätsbibliothek entwickelte einen Workflow zur virtuellen Rekonstruktion des Bibliothekskatalogs und zur Erstellung einer digitalen genetischen Edition mit durchsuchbaren TEI‑Kodierungen. Durch diese digitale Edition wird die philologische Analyse mit einer Kombination von Close‑ und Distant‑Reading ermöglicht.

https://making-mysticism.org
https://www.ub.uni-freiburg.de/ihre-ub/kooperationen-und-projekte/making-mysticism/

Maria Magdalena

Die Universitätsbibliothek Freiburg hostet eine Sammlung digitaler Editionen des Projekts „Exploring Medieval Mary Magdalene“. Die Editionen beinhalten lateinische und volkssprachliche Handschriften zur spätmittelalterlichen Konversionslegende der Heiligen Maria Magdalena. Durch TEI‑Kodierung und eine dynamische Webanwendung können die Manuskripte im Original und in einer edierten Version nebeneinander verglichen und nach Entitäten durchsucht werden. Das Projekt entstand 2017 an der Harvard University, ab 2021 wurde die Website durch die Universitätsbibliothek Freiburg eingerichtet und gehostet.

https://maria-magdalena.ub.uni-freiburg.de

Weitere Services für die Digital Humanities

Im Bereich der Digital Humanities bietet die UB Freiburg neben der Entwicklung und dem Hosting von digitalen Editionen auch Unterstützung bei der Digitalisierung und Erschließung von historischen Quellen sowie der automatisierten Texterkennung mittels moderner OCR- und HTR-Methoden.

Digital Humanities

Publikationsinfrastrukturen

Die Universitätsbibliothek stellt leistungsfähige und nachhaltige Infrastrukturen für die Publikation und langfristige Archivierung von Forschungsergebnissen bereit. Dabei kommen im Sinne von Open Science verschiedene Open-Source-Softwarelösungen zum Einsatz.

FreiDok plus

Mit der Publikationsplattform FreiDok plus entwickelt und betreibt die Universitätsbibliothek das institutionelle Repositorium und die offizielle Hochschulbibliographie der Universität Freiburg. Auf FreiDok plus können Mitglieder der Universität Freiburg ihre wissenschaftlichen Publikationen, Hochschulschriften und zugehörige Forschungsdaten veröffentlichen. FreiDok plus sorgt damit für die dauerhafte Sichtbarkeit und Langzeitarchivierung von Forschungsergebnissen im Sinne der universitären Open Science Policy.

FreiJournals

Mit FreiJournals bietet die Universitätsbibliothek den Mitgliedern der Universität Freiburg eine Plattform für die Verwaltung, Publikation und individualisierte Präsentation von Diamond-Open-Access-Zeitschriften. Der gesamte Publikationsprozess (Einreichung, Peer Review, Redaktion, Publikation, Metadatenlieferung, Archivierung) kann optional mit der Open-Source-Software Open Journal Systems (OJS) organisiert werden und wird durch die Universitätsbibliothek technisch unterstützt.

https://freidok.uni-freiburg.de/
https://freijournals.ub.uni-freiburg.de

Open Encyclopaedia System (OES

Open Encyclopaedia System (OES) bietet eine flexibel konfigurierbare Open‑Source‑Umgebung zum Aufbau und zur fortlaufenden Aktualisierung wissenschaftlicher Online‑Referenzwerke. Auf OES basiert zum Beispiel das interdisziplinäre Online‑Lexikon Compendium heroicum des SFB 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“, das von der Universitätsbibliothek Freiburg gehostet und betreut wird.

https://www.compendium-heroicum.de
https://www.ub.uni-freiburg.de/open-science/open-access/diamond-open-access/

Registrierung von Digital Object Identifiern (DOI)

Die Universitätsbibliothek ist die zentrale Registrierungsstelle der Universität Freiburg für DOIs bei DataCite. Veröffentlichungen über FreiDok plus erhalten automatisch einen DOI zugeteilt. Wenn Sie für Ihre Veröffentlichungen eine eigene DOI-Struktur benötigen, können wir mit Ihnen auch eine individuelle Syntax vereinbaren.

DOI-Kontaktstelle

Medienproduktionen

Die Universitätsbibliothek unterstützt Wissenschaftler*innen bei der Erstellung von hochwertig produzierten Animationen, Grafiken und Videos, die komplexe Forschungsergebnisse anschaulich vermitteln.

https://www.ub.uni-freiburg.de/unterstuetzung/medienproduktion/