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26.05.2020

Rückgabe von NS-Raubgut – SLUB und UB Freiburg restituieren Bücher an die Erben von Leo Polak

Gemeinsam haben die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden und die UB Freiburg drei Bücher an die Erben des niederländischen Philosophen, Humanisten und Freidenkers zurückgegeben. Diese Bücher waren 1941 von den Nationalsozialisten geraubt worden.

Das Exemplar der SLUB konnte im Rahmen eines von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojektes als NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut (NS-Raubgut) ermittelt werden. Dank der transparenten Darstellung von Vorbesitzermerkmalen an der UB Freiburg gelang es, die Fallrecherchen zusammenzuführen. Abschließend konnten die zwei in Freiburg identifizierten Bände mit jenem in Dresden gemeinsam restituiert werden.

Im Fall von erwiesenem NS-Raubgut betrachten sich die SLUB und die UB Freiburg nicht als Eigentümerinnen der in ihren Beständen befindlichen Objekte und bemühen sich um eine Rückgabe oder um gerechte und faire Lösungen im Sinne der Washingtoner Erklärung von 1998. Wie die Nachfahren mitteilten, schenken sie die drei Bücher wie auch schon zuvor restituierte Bände aus der Privatbibliothek Leo Polaks der Bibliotheek Universiteit van Amsterdam. Auf diese Weise wird an diesem Ort seine Bibliothek als Teil der Bijzondere Collecties wieder zusammengeführt.

Weitere Informationen

Foto: Familie Polak (Wikipedia)
Leo Polak (2.v.l.) mit seiner Frau Henriëtte Antoinette (1.v.l.), seinem jüngeren Bruder Willy und dessen Frau Gesine und deren Tochter Hannah „Hans“, https://nl.wikipedia.org/wiki/Leo_Polak#/media/Bestand:1917_Polak-Schwarz_Polak-Van_Gelder.jpg
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