Archivalien des Universitätsarchivs

Das Universitätsarchiv Freiburg stellt in einem DFG-Projekt gemeinsam mit den baden-württembergischen Universitätsarchiven Teile seiner Bestände digital zur Verfügung.

Bestände

Ein typologisch breites Spektrum wird von der Gründungszeit der Universität Freiburg (1457) im Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert geboten: Urkunden zur Gründung, Matrikelbände, Privilegien, Statuten und administratives Schriftgut bieten Einblicke in die Universitätsgeschichte Freiburgs und deren Wandel über die Jahrhunderte hinweg. Alle beteiligten Universitätsarchive stellen gleichartige bzw. entsprechende Archivalien digital zur Verfügung, um vergleichende Forschung zu erleichtern.

Urkunden (A1)

Aus dem Bestand A1 der Urkunden stellt das Universitätsarchiv das Papstbulle von 1455, die Stiftungsurkunde Albrechts VI. aus dem Jahr 1456, die kaiserliche Bestätigungsurkunde von 1456 und den Stiftungslibell (Albertina) der Universität von 1457 mit dem Publikationsvermerk bereit.

zum Bestand A1 (Auswahl)

Gründung (A2)

Der Bestand A2 zur Gründung (1457–1820) der Universität Freiburg enthält Abschriften der Stiftungs- und Ausstattungsbriefe, von Unterlagen zur Verwaltungsorganisation und zu den Rechten der Bischöfe von Konstanz und Basel, die wohl im Zusammenhang zum Widerstand gegen die Einflussnahme der österreichischen Regierung im 18. Jahrhundert stehen, gegen die sich die Universität unter Verweis auf ihre Gründungsprivilegien und ihren Status als „überwiegend kirchliche Körperschaft“ zu verteidigen suchte.

zum Bestand A2

Ausstattung (A3)

Der Bestand A3 zur Ausstattung (1455–1860) der Universität Freiburg beinhaltet Abschriften und Auszüge der der Universität bei ihrer Gründung zugekommenen Einkunftsquellen und sonstige finanzielle Ausstattung der Universität seit ihrer Gründung.

zum Bestand A3

Statuten (A4)

Der Bestand A4 der Statuten (1414–1860) der Universität Freiburg enthält Abschriften der Gründungsstatuten der Freiburger wie auch anderer Universitäten, beispielsweise Wien und Tübingen. Quellen wie das Liber Statutorum Academiae Friburgensis oder die Eidesformeln und das akademisches Bürgerrecht dienten der Administration als Leitfaden und stellen Wissen über Immatrikulation, Verfassung und Einrichtung der Universität bereit. Weitere Quellen liefern Einblicke in die Zeit der Neueinrichtung als badische Universität. Sammlung von Verordnungen berichten insbesondere über die Gerichtsbarkeit, die Polizei und die Ökonomie dieser Freiburger Bildungseinrichtung im Allgemeinen.

zum Bestand A4

Privilegien (A5)

Der Bestand A5 der Privilegien (1450–1864) beinhaltet Abschriften der Gründungsurkunden und Privilegien der Universität. Behandelt werden Konkordate zwischen Universität und Stadt, mit denen die Differenzen ausgeräumt werden sollten. Rangverhältnisse und Rechte der Professoren, Stadt- und Staatsbeamten und graduierten Doktoren oder Einquartierungslasten in Kriegszeiten sowie die akademische Gerichtsbarkeit sind belegt. Sammelschriften von Mandaten, Verträgen, Stiftungen, Statuten der Universität, der Fakultäten und Kollegien und Universitätsreformen decken ein breites Problemspektrum der Universitätsgeschichte ab. Themenbereiche wie die geistliche Jurisdiktion, die Beschwerden gegen Konstanz, das Stiftungsverzeichnis werden ebenso wie die Zeit der Jesuiten oder die Rechtstellung der Universität oder ihrer französische Zeit zwischen 1684–1698 bereitgestellt. Viele dieser grundlegenden Dokumente sind in diesem Bestand zu administrativen Zwecken „handbuchartig“ zusammengestellt.

zum Bestand A5

Matrikel (A66)

Die Matrikelbände bezeugen die Immatrikulation Freiburger Universitätsangehörigen ab der Aufnahme des Vorlesungsbetriebes 1460 bis 1937. Seit dem Sommersemester 1827 enthalten die Matrikelbände neben dem Eintragungen der Immatrikulierten auch darüber hinausgehende Angaben zu Studienfach, Herkunft, Geburtsdatum (bzw. Alter) und -ort, Religionszugehörigkeit und vorherigem Studienort. Vor 1827 sind die Matrikel meist nur Namensnennungen mit Angaben der Herkunft des Studenten. Die Bereitstellung der Matrikel erleichtert und erweitert umfassendes prosopographisches Arbeiten neben den edierten Matrikelausgaben, die bis 1870 vorliegen.

zum Bestand A66

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