Die Sammlung Leuchte

Eine Sammlung deutschsprachiger Handschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.

Bei der Sammlung Leuchte handelt es sich um eine der umfangreichsten privaten Sammlungen deutschsprachiger Handschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Sie konnte dank des Entgegenkommens des Sammlers, Herrn Dr. Hans-Jörg Leuchte aus Berlin, und mithilfe von Sondermitteln des Landes Baden-Württemberg im Sommer 2006 für die Albert-Ludwigs-Universität erworben werden. Seither steht sie als Handschriftengruppe „UB Freiburg: Hs. 1500 Sammlung Leuchte“ in der UB der Forschung zur Verfügung.

Der Begriff Handschrift ist in dieser Sammlung weit gefasst und umschließt auch Handgeschriebenes in Briefform und rechtsgeschichtliche Quellen. Die Spannweite reicht von den „Offenbarungen“ der Züricher Dominikanerin Elsbeth von Oye bis zu einem bislang unbekannten Text eines „Weltgerichtsspiels“ aus dem 14. Jahrhundert. Zu den bemerkenswerten Stücken der Sammlung zählen ein „Processionale“ aus dem Straßburger Reuerinnenkloster nach 1489, ein „Gesangbuch“ aus dem Dominikanerinnenkloster Engelthal um 1504, eine Handschrift mit dem „Alexanderroman“ des Münchner Arztes und Unternehmers Johannes Hartlieb sowie die Übersetzung eines Fürstenspiegels mit sternkundlich-alchemistischer Umrahmung aus der Feder einer schwäbischen Nonne.

Eine Übersicht zu den Beständen der Sammlung finden Sie in unserem Katalog plus, weiterführende Informationen im Tagungsband Präsenz des Mittelalters in seinen Handschriften, herausgegeben 2002 von Hans-Jochen Schiewer. Alle Handschriften der Sammlung sind digitalisiert und über den Katalog plus erreichbar.

Universität Freiburg