Karl Rahner (1904–1984)

Karl Rahner hat im Ausgang von der neuscholastischen Schultheologie die katholische Theologie grundlegend neu durchdacht, von da aus in seinem umfangreichen publizistischen Werk viele zentrale Themen behandelt. Durch seine wissenschaftsorganisatorische Arbeit in vielen editorischen Großunternehmen (Lexikon für Theologie und Kirche, Quaestiones disputatae, Handbuch der Pastoraltheologie, Concilium, Internationale Dialog-Zeitschrift ...) und seine Mitarbeit in wissenschaftlichen Vereinigungen (Ökumenischer Arbeitskreis, Paulus-Gesellschaft, Internationale Theologenkommission ...) und bei zentralen kirchlichen Ereignissen (Zweites Vatikanisches Konzil, Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland ...) hat seine Stimme großes Gewicht gewonnen und seine Theologie eine große Verbreitung. Sein Werk wird durch eine Gesamtausgabe (Freiburg 1995ff., ca. 30 Bde. geplant. UB Freiburg LS: Rel 455 RAH 2 und GE 95/5923) dargestellt und in seiner ganzen Breite erstmals wirklich zugänglich gemacht.

Der wissenschaftliche Nachlass Karl Rahners wird im Karl-Rahner-Archiv in München verwahrt. Die weltweite Rezeption seiner Theologie spiegelt die Datenbank der Sekundärliteratur zu seinem Werk. Der vorläufigen Orientierung im Gesamtwerk Karl Rahners dient eine grobsystematische Werkübersicht. Ein weitere Liste verzeichnet die erschienen Bände der Sämtlichen Werke Karl Rahners. Des weiteren finden Sie hier sonstige Materialien zum Werk von Karl Rahner wie Bild-, Ton- und Filmdokumente.

Biographisches
05.03.1904 geboren in Freiburg im Breisgau
29.03.1922 Abitur
20.04.1922 Aufnahme bei den Jesuiten in Tisis, Ordensstudien
26.07.1932 Priesterweihe
24.10.1934 Beginn des philosophischen Promotionsstudiums an der Universität Freiburg i. Br., u.a. bei Martin Heidegger und Martin Honecker (bis SS 1936). - Unter den befreundeten Mitstudenten sind Max Müller und Gustav Siewerth. Beeinflusst ist die entworfene, aber letztlich nicht eingereichte Promotionsarbeit Geist in Welt durch die Thomas-Interpretation von Pierre Rousselot und Joseph Maréchal
19.12.1936 Theologische Promotion Innsbruck mit der Arbeit E latere Christi
01.07.1937 Habilitationsbestätigung, Innsbruck
15.08.1939 Ordensprofeß in St. Andrä
10/1939 Aufhebung des Innsbrucker Kollegs
1939-6/1944 in Wien (Seelsorgeinstitut) - Planung einer Dogmatik mit Hans Urs von Balthasar
bis 8/1945 Mariakirchen
1945–1948 Pullach
12.08.1948 Innsbruck
30.06.1949 o.ö. Professor, Innsbruck
1964–1967 Professor für Christliche Weltanschauung München (Nachfolge Romano Guardinis)
1967–1971 Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte Münster
12.02.1984 Feier des 80. Geburtstags in Freiburg i. Br.
30.03.1984 gestorben in Innsbruck
Quellen zum Denken Karl Rahners

Die Rubrik hat die bescheidene Absicht, ausgewählt Quellen zum Werk Karl Rahners, die von ihm als besonders bedeutsam angeführt worden sind, in digitaler Form bereitzustellen. Aus urheberrechtlichen Gründen kann es sich dabei nur um Werke von bereits vor (über) 70 Jahren verstorbenen Autoren handeln.

Die zentralen Quellen – die Heilige Schrift, die Kirchenväter, die lehramtlichen Texte, das Werk des Ignatius von Loyola u.a.m. – sind hier nicht erfasst. Sie sind über die digitale Bibliothek der Universitätsbibliothek Freiburg weitgehend zugänglich:

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