Aufsatzlieferdienst Elsevier

Die baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen haben zur Unterstützung der DEAL-Verhandlungen zum Jahresende 2017 den Konsortialvertrag mit dem Großverlag Elsevier gekündigt. Zur adäquaten Versorgung mit Elsevier-Aufsätzen hat die Universitätsbibliothek für Universitätsangehörige einen zentralen Aufsatzlieferdienst eingerichtet. 

Sie können über untenstehendes Formular Bestellungen für Elsevier-Aufsätze aufgeben, die nicht Teil des Bestands der Universitätsbibliothek sind. Die Universitätsbibliothek sichert eine rasche und unkomplizierte Bearbeitung der Bestellungen zu. Der Aufsatzlieferdienst ist für die Universitätsangehörigen kostenlos.

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Was ist das Projekt DEAL?

Im Rahmen des Projekts DEAL wird das Ziel verfolgt, bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage ab dem Lizenzjahr 2018 abzuschließen. Dabei wird eine signifikante Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Status Quo bei der Verhandlung, den Inhalten und der Preisgestaltung angestrebt. Durch die Effekte eines Konsortialvertrages auf Bundesebene sollen die einzelnen Einrichtungen finanziell entlastet und der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Wissenschaft auf breiter und nachhaltiger Ebene verbessert werden. Zugleich soll eine Open-Access-Komponente implementiert werden.

Aktuell wird mit den drei Großverlagen Elsevier, SpringerNature und Wiley verhandelt. Weitere Informationen können Sie der Projektwebseite oder dem Expertendienst der Universität Freiburg entnehmen: www.projekt-deal.de und www.pr.uni-freiburg.de/pm/expertendienst/deal-kellersohn

Wie ist das Projekt DEAL organisiert?

Auftraggeber für das Vorhaben ist die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen – vertreten durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Zur Umsetzung des Projektes hat die Allianz eine Projektgruppe mit einschlägigen Expertinnen und Experten aus Universitäten und aus außeruniversitären Einrichtungen sowie einen Projektlenkungsausschuss konstituiert, der sich aus Mitgliedern der höchsten Leitungsebenen aus Universitäten und Hochschulen sowie aus außeruniversitären Einrichtungen zusammensetzt. Sprecher des Projektlenkungsausschusses und Verhandlungsführer ist Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (www.hrk.de).

Was sind die Ziele des Projekts?
  • Teilnehmereinrichtungen: alle zur Teilnahme an Allianz- und Nationallizenzen berechtigten Einrichtungen in Deutschland.
  • Die DEAL-Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
  • Alle Publikationen von Autorinnen und Autoren aus deutschen Einrichtungen werden automatisch im Gold Open Access ohne Embargo auf der Verlagsplattform freigeschaltet (CC-BY, inkl. Peer Review).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.
Wie ist der Verhandlungsstand mit Elsevier?

Die seit Monaten andauernden intensiven Verhandlungen mit Elsevier gestalten sich leider nach wie vor sehr schwierig: Die von Elsevier vorgelegten Offerten verstießen gegen alle Prinzipien einer fairen Preisgestaltung: Trotz der bereits bestehenden 40prozentigen Umsatzrendite setzt der Verlag weiterhin auf massive Preissteigerungen jenseits der bislang bezahlten Lizenzsummen. Alle Angebotskomponenten beliefen sich aufsummiert auf einen Betrag im dreistelligen Millionenbereich (!). Wichtige Fragen zum Leistungsumfang blieben trotz intensiver Nachfrage offen. Daher sind die Verhandlungen derzeit unterbrochen (aber nicht abgebrochen).

Warum wurde der Konsortialvertrag der baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen gekündigt?

Zur Unterstützung der DEAL-Verhandlungen und um die Verhandlungsposition des Projekts DEAL zu stärken. Nur wenn sich die wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland solidarisch verhalten, können die Verhandlungsziele erreicht werden.

Haben noch weitere Einrichtungen ihre Verträge mit Elsevier gekündigt?

Ja. Bereits zum Ende des vergangenen Jahres hatten angesichts des sehr schleppenden Fortgangs der Verhandlungen mehr als 60 deutsche Wissenschaftseinrichtungen ihre Verträge mit Elsevier gekündigt, um ihren Willen zu einer DEAL-Lizenz zu bekräftigen. Zum Ende dieses Jahres sind es inzwischen etwa 200 Einrichtungen, eine entsprechende Liste finden Sie unter:

www.projekt-deal.de/vertragskundigungen-elsevier-2017/

Auch der 2015 abgeschlossene landesweite Vertrag des Konsortiums Baden-Württemberg mit Elsevier wurde auf der Basis eines entsprechenden einstimmigen Beschlusses der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg zum Ende dieses Jahres fristgerecht gekündigt. Ebenso wurde die von der UB Frankfurt betreute deutschlandweite Allianzlizenz für die Cell-Press-Zeitschriften nicht über den 31.12.2017 hinaus verlängert.

Gibt es noch weitere Maßnahmen, die die Verhandlungsposition von DEAL stärken?

Ja. Diverse namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ihre Tätigkeit als Herausgeber und als Mitglieder der Editorial und Advisory Boards für Zeitschriften des Verlags Elsevier niedergelegt. Damit positionieren sie sich gegen die bislang erfolglos gebliebenen DEAL-Verhandlungen. Sie finden unter folgender Adresse eine Liste der Personen, die turnusmäßig ergänzt wird:

www.projekt-deal.de/herausgeber_elsevier/.

Wie ist der Verhandlungsstand mit den anderen Verlagen?

Vor kurzem wurden mit den Verlagen SpringerNature und Wiley Übergangsvereinbarungen für das Jahr 2018 getroffen, um die Verhandlungen für einen DEAL-Vertrag im kommenden Jahr weiterzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss bringen zu können. 

Die Übergangsvereinbarung mit SpringerNature sieht für die Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg eine Verlängerung unseres zum Jahresende 2017 auslaufenden Landesvertrages auf Basis der bestehenden Konditionen (Leistungsumfang, Preisvolumen) für das Jahr 2018 vor, d. h. es gibt erstmals keine Preissteigerung. Zudem erweitert sich das Titelportfolio. Sollte es zu einem erfolgreichen Abschluss einer DEAL-Lizenz im nächsten Jahr kommen, so sichert SpringerNature eine sofortige Freischaltung aller ab dann erscheinenden Artikel im Open Access zu, sofern ein Angehöriger unserer Universität (und der übrigen DEAL-Einrichtungen) als Erstautor bzw. corresponding author fungiert. Der Baden-Württembergische Landesvertrag mit Wiley, an dem auch die Universität Freiburg partizipiert, läuft noch bis Ende 2018. Hier ergeben sich für Sie bis zum Abschluss eines DEAL-Vertrags zunächst keine Veränderungen.

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